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Energie

Im Sattel für das Klima: Kreis Viersen radelt erneut

Im Kreis Viersen wird wieder kräftig geradelt – für das Klima und die Umwelt. Die Aktionen „Stadtradeln“ und „Schulradeln“ bieten eine Plattform, um gemeinsam nachhaltige Mobilität zu fördern und die Umwelt zu schützen.

Felix Neumann14. Juni 20263 Min. Lesezeit

Als ich neulich mit meinem Fahrrad durch die Straßen des Kreises Viersen fuhr, bemerkte ich etwas Ungewöhnliches. Überall sah ich Menschen auf Rädern – Kinder, die zur Schule fuhren, ältere Personen, die zum Einkaufen radelten, und Gruppen von Freunden, die einfach die frische Luft genossen. Es war ein sonniger Tag, und es schien, als ob das Radfahren in der Region ein neues Hoch erreicht hatte. Diese Beobachtung war nicht nur Zufall; es war der Anstoß für die jährlichen Aktionen „Stadtradeln“ und „Schulradeln“, die in diesem Jahr wieder an die Türen des Kreises klopfen.

Das „Stadtradeln“ ist eine Initiative, bei der jeder, der in der Gemeinde wohnt, arbeitet oder zur Schule geht, eingeladen wird, in den Sattel zu steigen und möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Das Ziel? Ein Bewusstsein für klimafreundliche Mobilität schaffen und Menschen dazu ermutigen, das Auto mal stehen zu lassen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich mittlerweile daran beteiligen. Man könnte denken, dass Radfahren nur eine Freizeitbeschäftigung ist, aber es wird für viele zur bewussten Entscheidung, ihren Alltag umzustellen.

Gleichzeitig gibt es das „Schulradeln“, das speziell für Schülerinnen und Schüler eingerichtet wurde. Diese Initiative belebt die Schulwege und fördert das Radfahren unter Jugendlichen. Ich finde es wichtig, dass junge Leute früh lernen, wie sie sich nachhaltig fortbewegen können. Als siebnfacher Vater habe ich bereits unzählige Male die Schulwege meiner Kinder begleitet, und ich bin mir bewusst, dass das Radfahren nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit der Kinder von Vorteil ist.

Jedes Jahr werden die Kilometer, die die Teilnehmer bei diesen Aktionen zurücklegen, gezählt und in einer tollen Abschlussveranstaltung gewertet. Dabei gibt es nicht nur Preise für die aktivsten Radler, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, über die positiven Effekte des Radfahrens zu sprechen. Manchmal, wenn ich dort stehe und die Kinder stolz ihre Urkunden in Empfang nehmen, spüre ich einen Funken Hoffnung. Ein Funken, der zeigt, dass die kommende Generation bereit ist, Verantwortung für unseren Planeten zu übernehmen.

Aber lasst uns nicht vergessen, dass das Radfahren nicht nur ein persönlicher Vorteil ist. Es ist auch eine Frage der Infrastruktur. Viele Radwege im Kreis Viersen sind in einem guten Zustand, und es gibt Bestrebungen, die bestehenden Wege weiter auszubauen. Die Nachfrage nach sichereren und besseren Radwegen wird immer lauter, und es ist wichtig, dass wir als Gemeinschaft dafür eintreten. Jeder von uns kann sich für den Ausbau des Radwegenetzes einsetzen, sei es durch Gespräche mit Politikern oder durch die Teilnahme an lokalen Initiativen.

Die Wirkung von „Stadtradeln“ und „Schulradeln“ ist nicht zu unterschätzen. Diese Aktionen tragen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei, fördern einen gesünderen Lebensstil und stärken das Gemeinschaftsgefühl in unseren Städten und Gemeinden. Es ist ein einfaches Konzept – Menschen motivieren, aufs Rad zu steigen – aber die Auswirkungen sind weitreichend. Wenn man bedenkt, dass der Verkehr einer der größten Verursacher von Emissionen ist, wird deutlich, warum so eine Initiative so wichtig ist.

Ich erinnere mich an das erste Jahr, als ich an „Stadtradeln“ teilnahm. Am Anfang dachte ich mir: "Was kann ich schon ausrichten?" Aber nach der ersten Woche stellte ich fest, dass ich nicht nur meine Kilometer zählte, sondern auch eine Community von Gleichgesinnten fand. Es war ermutigend zu sehen, wie viele Menschen sich in meiner Nachbarschaft engagierten, um das Klima zu schützen. Das verbindet. Man spricht über die Strecken, die man fährt, die Erlebnisse, die man hat, und die Herausforderungen, aber vor allem über das, was uns antreibt: unser Klima.

Sind wir also bereit, den Sattel zu übernehmen und aktiv zu werden? Ich denke schon. Wenn jeder von uns nur ein bisschen mehr in die Pedale tritt, können wir Großes erreichen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie viele Kilometer wir gemeinsam für das Klima zurücklegen können. Und ich werde ganz sicher auch einen Teil dazu beitragen. Vielleicht sieht man sich ja auf den Straßen des Kreises Viersen – dann können wir gemeinsam anstoßen, auf eine nachhaltige Zukunft und auf das gute Gefühl, den eigenen Beitrag geleistet zu haben.

Es liegt an uns, das Radfahren nicht nur als Möglichkeit der Fortbewegung, sondern als Haltung zu begreifen. Die kleinen Veränderungen in unserem täglichen Leben können große Auswirkungen haben. Wenn wir die Entscheidung treffen, das Rad zu nehmen, anstatt ins Auto zu steigen, beeinflussen wir nicht nur unsere eigene Gesundheit, sondern auch die unseres Planeten. Der Kreis Viersen ist auf dem besten Weg, ein noch radfreundlicherer Ort zu werden. Lassen Sie uns gemeinsam für ein klimafreundliches Miteinander radeln!

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